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Allgemeine Informationen

Die Luxemburgische Zentralbank (Banque centrale du Luxembourg, BCL) ist Mitglied des Eurosystem Household Finance and Consumption Networks (HFCN), das 2006 eingerichtet wurde, um die Erhebung individueller Daten über die Finanzlage und das wirtschaftliche Verhalten der privaten Haushalte im gesamten Euro-Währungsgebiet zu koordinieren. Eines der Hauptziele besteht darin, detailliertere und vergleichbare Statistiken auf Mikroebene über die Haushalte im Euro-Währungsgebiet zu erhalten. Diese neue Informationsquelle über die finanziellen Entscheidungen der Haushalte trägt zur Wirtschaftsforschung in verschiedenen europäischen Politikbereichen bei. Eine ausführlichere Beschreibung dieses Projekts des Eurosystems, seiner Ziele und der damit verbundenen Dokumente finden Sie hier.
DIE BCL FÜHRT ZWEI ERHEBUNGEN UNTER ANSÄSSIGEN UND GRENZGÄNGER HAUSHALTEN DURCH

Die BCL führt in diesem Zusammenhang zwei getrennte Erhebungen durch:
i) die Erhebung zum Finanz- und Konsumverhalten der in Luxemburg ansässigen Haushalte (LU-HFCS) und
ii) der Erhebung zum
Finanz- und Konsumverhalten
der in Luxemburg arbeitenden Grenzgänger-Haushalte (XB-HFCS), bei denen mindestens ein Haushaltsmitglied seine berufliche Tätigkeit in Luxemburg ausübt.

 

Die Erhebungen wurden erstmals im Jahr 2010 durchgeführt, mit dem Ziel, sie in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

Die erste Welle wurde 2010/11 durchgeführt, die zweite 2014. Die dritte Welle, die für 2018 geplant ist, ist derzeit zugange. Daten von rund 1.600 in Luxemburg ansässigen Haushalten und 1.500 Grenzgänger-Haushalten werden erhoben.

 

Die LU-HFCS erfasst detaillierte Informationen über das Vermögen, die Verbindlichkeiten, das Einkommen und den Konsum der privaten Haushalte. Die Grenzgänger HFCS ist eine spezifische Begleitumfrage zur LU-HFCS, mit der vergleichbare Informationen für in Luxemburg arbeitende Grenzgänger-Haushalte erfasst werden sollen. Detaillierte Informationen über in Luxemburg arbeitende Grenzgänger-Haushalte sind von großer Bedeutung, da sie mehr als 40 % der Erwerbstätigkeit in Luxemburg ausmachen, aber nur wenig über ihre finanzielle Situation und ihr wirtschaftliches Verhalten bekannt ist. Bei beiden Erhebungen werden die Haushalte nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und zu einer persönlichen Befragung eingeladen. Beiden Erhebungen ist gemeinsam, dass die Feldarbeit vom Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER) durchgeführt wird, einem luxemburgischen Forschungsinstitut mit langjähriger Erfahrung in der Erhebung von Haushaltsdaten mittels persönlicher Interviews und online Befragungen.